Trainingslager Lindow

10.-17. Februar 2014

10. Februar 2014: Lasst die Spiele beginnen...

 

18 Sportler, acht Tage - Schweiß, Kampf, harte Arbeit und Internetentzug - wir sind im Sportzentrum Lindow angekommen. Die Trainingsbedingungen sind hervorragend, die gewohnte menschliche Nähe im Becken ist verschwunden, wir haben endlich wieder Platz! Die Trainingsgruppen sind eingeteilt, dass Ziel ist abgesteckt, die erste Athletikeinheit gehört bereits der Vergangenheit an, die ersten Schwimmkilometer wurden runtergerissen. Wir haben eine leise Vorahnung, was die Tage auf uns zukommt... ("Meine Beine hängen schon bis auf den Beckengrund.")

11. Februar 2014: Es ist weit, so weit...

 

...bis auf die andere Beckenseite. Vorbei die schnellen Trainingszeiten der 25m-Bahn, der Moment der Wahrheit ist gekommen. Sieht man schon die Erdkrümmung? Der zweite Tag liegt hinter uns, wir kennen jetzt alle Sporthallen und Fitnessräume, wissen wie schwer alle Medizinbälle sind, hatten jedes Springseil in der Hand und haben alle Liegestütze absolviert. Aber Ehrgeiz gibt es nicht nur beim Training sondern auch beim Essen, denn das ist hervorragend! ("Lasst mich durch, ich muss trainieren...")

12. Februar 2014: Komm wir fahren nach Amsterdam...

 

Zimmer 523 ist mittlerweile textsicher und hat keine Probleme, diesen Hit mehrfach hintereinander zu performen. Jeder motiviert sich wohl anders. Die Tage in Lindow beginnen früh und enden spät, vollgepackt mit Schwimm- und Athletiktraining. CrossFit macht schwere Arme, Spinning macht schwere Beine, Schwimmen macht beides nicht leichter. Aber nichts hält uns auf - geteiltes Leid ist halbes Leid. ("Wo kommt das denn her www.wiemacheichsiefertig.de?")

13. Februar 2014: It´s all a question of time...

 

Lang war die Nachtruhe heute, spät begann der Tag, lang war der Test heute, spät endetet das Training. Tag vier und der erste Trainingstest stand an. 5000 Freistil lösen ganz unterschiedliche Emotionen aus. Die Freude war hinterher weitaus größer als vorher, die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das Tischtennisturnier am Abend war verdient. Unsere Platzierungen im Doppel: 1. Platz Finn und Caro, 2. Platz Carl und Paul-Arwed, 3. Platz Lennart und Liam. ("Volle Granate Renate als Ohrwurm macht so einen Test nicht leichter...")

14. Februar 2014: Weil heute dein Geburtstag ist...

 

Wir freuen uns alle sehr, Liams Geburtstag gemeinsam in Lindow feiern zu dürfen. Zweimal schwimmen, zweimal Athletik, ganz viel Schweiß, ein bisschen Drama und eine süße Überraschung - das war der 14. Februar 2014. Der Körper kommt langsam an seine Grenzen, die Trainingsserien sind teilweise durchwachsen, die Emotionen manchmal auch aber 20 Gymnastikbälle in der Sporthalle machen alles wieder gut... ("Wie aufhören? Luschi-Puschi ist nicht...")

15. Februar 2014: Wenn du denkst, es geht nichts mehr...

 

...wird trotzdem weitergemacht, Qualität kommt schließlich von Qual. Es war wieder ein voller Tag für alle Trainingsgruppen, zweimal Schwimmen, zweimal Athletik, früher Trainingsbeginn, kein Mittagsschlaf, so wie es sein soll! Die Köchin serviert uns mittlerweile aus Mitleid warme Rosinenschnecken zum Frühstück. Wir sind die Ersten, die in die Mensa kommen und die Letzten, die sie abends verlassen. Aber alles läuft nach Plan. Alle Kilometer wurden absolviert, alle Stunden in den Trainingsräumen geschwitzt, die Runde um den See mehrfach gerannt. Auf geht es in die letzten Einheiten! ("Carl, warum plötzlich so schnell?" - "Mir ist eingefallen, dass das meine Spezialdisziplin ist..."

16. Februar 2014: Oh, es es ja schon hell draußen...

 

Neuer Rekord, vier Stunden Training ohne einmal das Tageslicht zu sehen - eine ganz neue Erfahrung in Lindow. Die schwerste Schwimmeinheit liegt hinter uns ("Frau Mundt, das ist wirklich das Schlimmste, ich bin kurz davor, alles aufzugeben!"), das letzte Mal wurden die Gewichte unter Aufsicht unseres Kraftdreikämpfers Christoph hochgerissen ("Was machen die Jungs da mit den Keksrollen?"). Den Abend haben wir auf der Bowlingbahn ausklingen lassen. Ole ist ein Genie in der Bedienung komplizierter technischer Anlagen, Ann hat die einzigartigste Technik auf der Bahn. Die letzte Nacht liegt vor uns. ("Nur soviel Gewicht, dass die Technik stabil bleibt, Jungs!" - "Ach, fünf Kilo mehr und hoffen, dass die Technik besser wird...")

17. Februar 2014: Hoch soll er leben...

 

...unser Geburtstagskind Lennart, der immer Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und erst nach fünf Kilometern richtig warm wird. Der letzte halbe Trainingstag in Lindow gehört der Vergangenheit an. Auf die schwerste Schwimmeinheit folgte die Umfangreichste ("Frau Mundt, sprechen sie mich bloß nicht an!"). Aber auch das wurde absolviert, was soll man auch machen?!? Als Belohnung ging es in die große Sporthalle, wieder mal der Versuch, sich in Ballsportarten zu probieren. Das waren sie, die acht Tage in Lindow: Das tägliche Suchen nach der Schwimmhallen-Chipkarte, das tägliche Suchen nach dem Darjeeling-Tee, das tägliche Suchen nach schweren Krankheiten, die das Training hervorgerufen hat (Platz 1: Bandscheibenvorfall, Platz 2: Achillessehnenriss, Platz 3: Schultergelenksruptur). Aber Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt. Und so verlassen wir Lindow - einen Ort, der Schlafentzug und körperliches Versagen hervorruft. ("Ihr habt einen sehr guten Job gemacht, Jungs und Mädels!")